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Rekultivierung eines botanischen Gartens am Ammersee

 Privat | 14.01.–28.07.2026

Ein rund zwei Hektar großer botanischer Garten einer historischen Villa am Ammersee war über die Jahre langsam verwildert. Nun sollte er behutsam wieder in seine ursprüngliche Form zurückgeführt werden. Grundlage der Planung waren eine Bestandsaufnahme, historische Aufnahmen und die Erinnerungen der Eigentümerin. Schritt für Schritt wurden überwachsene Strukturen wieder freigelegt, und der alte Glanz zurückgeholt. 

Die Villa aus der Jahrhundertwende ist direkt am Ammersee ist seit vier Generationen in Familienbesitz. Der 2 ha große Garten wurde im Stile eines botanischen Gartens mit einer Vielzahl an verschiedenen und exotischen Bäumen und Sträuchern, Beeten und Wasserläufen angelegt.

Doch ein solcher Park erfordert ständige Pflege. So griff sich in den letzten Jahren die Wildnis nimmer mehr Teile des Gartens zurück. Es entstand der Wunsch der Auftraggeberin den Garten behutsam in seine ursprüngliche Form zu transformieren. Wir orientierten uns bei der Planung viel an Kindheitserinnerungen und alten Fotos und führten zunächst eine Bestandsaufnahme durch. Hier entdeckten wir immer wieder alte Elemente, die es nun galt behutsam frei zu legen. Und dazu gehörte durchaus auch Mut. 

Für die Durchführung dieser Arbeiten und auch allen weiteren
Sanierungsmaßnahmen am Haus wurde zunächst an der anderen Seite des Grundstücks
eine neue Zufahrt mit wassergebundener Deckschicht angelegt, die sich organisch
in den Bestand einfügt. Im oberen Bereich des Garten, dem alte Obstgarten,
konnte durch die großflächige Entnahme von Jungaufwuchs die alten Bäume wieder freigestellt
werden. Als nächstes musste natürliche Wasserableitung in eine kleine daneben liegende
Schlucht musste wiederhergestellt werden. Hier waren zwei größere Bäume
reingestürzt und behindernden den Ablauf. Im abgetrockneten Gelände konnte dann
die Bodenbearbeitung mit anschließender Grasansaat erfolgen.  Außerdem mussten einige ältere Bäume aufgrund
der Standsicherheit in schwierigem Gelände gefällt werden. Im unteren Teil des
Gartens waren es vor allem Baum – und Strauchpflegearbeiten, die dem Garten das
alte Gesicht zurückgaben. Ein wichtiger Baustein war außerdem die Neugestaltung
der Wege: Durch den Austausch der verunkrauteten Oberfläche gegen eine wassergebundene
Kiesschicht entstand ein völlig neues Erscheinungsbild. Weiter hinten wurde der komplett verschlammte Gartenweiher auf seine alte Sohle hin ausgehoben und ist nun wieder Heimat für Frösche und Wasserpflanzen. Durch gezielte Auswahl an erhaltungswürdigen Bäumen und Sträuchern konnte der Bestand ausgedünnt und so prägende Elemente freigestellt werden. 

Stück für Stück fügten sich so die einzelnen Schritte zu einem Gesamtbild zusammen, mit dem wir dem Garten ein bisschen seines alten Glanzes zurückgeben durften. 

Vorbereitung

  • Bestandsaufnahme und Projektplanung

Gartenpflege

  • Rückschnitt und Gartenpflege im unteren Garten
  • Baumpflegemaßnahmen an insgesamt 6 Bäumen
  • Entsorgen von diversem Müll
  • Abfahren und Entsorgen der Biomasse

Zufahrt

  • Räumung von Altbiomassehäufen und Müllablagerungen
  • Anliefern und Aufstellen eines Bauzauns
  • Abziehen des alten Fahrwegs
  • Anliefern und Einbauen von Auffüllkies
  • Verdichten des Materials
  • Anliefern und Aufbringen von Mineralgemisch als Deckschicht
  • Humusieren der Randstreifen mit vorhandenem Material
  • Grasansaat, Anwalzen, Wässern

Sanierung Weiher

  • Ausheben von Sediment auf die alte Weihersohle
  • Abtransport und Wiedereinbau an der Nordgrenze

Rekultivierung Obstgarten

  • Räumung von Unterbewuchs im Obstgarten mittels Forstmulcher
  • Ausfräsen größerer Wurzelstöcke
  • Herstellen einer Zufahrt zum Obstgarten
    • Abziehen des Hohlweges
    • Herstellung einer Mauer in der Kurve
  • Fällung von div. Jungbäumen im Bereich des ehemaligen Obstgartens
  • Aufasten umstehender Bäume
  • Abfahren und Entsorgen der Biomasse
  • Forstmulchen in den Randbereichen

Aufarbeitung von Sturmschäden und Schadbäumen

  • Aufarbeiten der umgefallenen Buche an Westgrenze
  • Aufarbeiten der umgefallenen Buche und Fichten in der Schlucht
  • Fällung dreier umsturzgefährdeter Buchen an der Schlucht
  • Fällung der abgestorbenen Fichte
  • Laden und Abfahren der Biomasse
  • Gartenpflegegeräte
  • Seilklettertechnik
  • 30 m Traktorhebebühne
  • Traktor 140 PS + 80 kN Seilwinde
  • Traktor 140 PS + 14 t Rückewagen
  • Traktor 140 PS + 2,50 m Forstmulcher
  • Traktor 140 PS + Wurzelstockfräse
  • 2,6 t Bagger
  • Hoflader
  • 8 t Radlader*
  • 13 m³ Erdmuldenkipper*
  • Rüttelplatte
  • Anbauwalze
Die mit * markierten Maschinen stammen nicht aus dem eigenen Bestand, sondern wurden angemietet.

Hydrogeologische Sicherungsmaßnahmen am Brunnen Schluifeld

AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU  | 11.04. – 28. 04.2026

Im Zuge der Sanierung des Trinkwasserbrunnens Schluifeld wurde der gesamte Fassungsbereich hydrogeologisch neu gesichert. Dafür wurden zunächst 55 Fichten gefällt und die Wurzelstöcke gerodet. Anschließend erfolgten der Oberbodenabtrag, der Einbau einer 20 cm starken Lehmdichtschicht und die Wiederherstellung der Oberfläche. Eine neue Zufahrt, Grasansaat und die Pflanzung heimischer Gehölze bildeten den Abschluss der Arbeiten. Besondere Sorgfalt galt während der gesamten Bauzeit dem Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen.

Die AWA-Ammersee Wasser- und Abwasserbetriebe gKU ist ein örtlicher Trinkwasserversorger zwischen Starnberger See und Ammersee. Zur Wassergewinnung unterhält sie insgesamt sechs Brunnen. Um den stetig wachsenden Anforderungen der Trinkwassergewinnung gerecht zu werden, sind immer wieder Brunnensanierungen notwendig, zuletzt am Brunnen Schluifeld auf der Flur der Gemeinde Wörthsee. Neben der Erneuerung der Brunnentechnik wurden hydrogeologische Sicherungsmaßnahmen im Fassungsbereich geplant. Vorgesehen waren dafür die Rodung des Baumbestandes, der Einbau einer Lehmdichtschicht, die Herstellung einer Wiesenoberfläche sowie Bepflanzungsmaßnahmen. Die AWA-Ammersee beauftragte dafür die Firma Weiss | Baum – Wald – Umwelt mit der Durchführung.

Im ersten Bauabschnitt mussten 55 im Fassungsbereich stehende Fichten (15–45 cm BHD) gefällt werden. Oberste Priorität hatte dabei, dass der Brunnenkopf keinen Schaden nimmt. So wurden die Fällungen je nach Standplatz mit unterschiedlichen Methoden ausgeführt. Einige Bäume ohne geeigneten Fallraum wurden mit Seilklettertechnik abgetragen. Das Holz wurde nach der Aufarbeitung zu Fixlängen und Hackgut an der Waldstraße zwischengelagert und dem Holzhändler übergeben.

Anschließend wurden alle Wurzelstöcke auf dem Gelände gerodet. Der eingesetzte 8-t-Bagger legte sie frei und bereitete sie für den Abtransport mit dem Rückewagen vor. Die Fläche war nun geräumt und somit frei für den Oberbodenabtrag. Dieser wurde seitlich für den Wiedereinbau gelagert. Im gesamten Fassungsbereich wurde nun eine 20 cm starke Lehmdichtschicht aus beprobtem Material eingebaut und anschließend wieder mit Oberboden überdeckt. Zusätzlich wurde eine Zufahrt vom Waldweg zum Brunnenkopf mit Magerrasenoberfläche hergestellt. Um später wieder über gute Filtrationseigenschaften zu verfügen, musste auf dem gesamten Gelände noch Gras angesät werden. Zuletzt wurde der gerodete Waldrand durch eine Auswahl heimischer Feldrandgehölze autochthoner Herkunft wiederhergestellt. Nach der 17-tägigen Bauzeit blieb der Brunnen bis zur hygienischen Freigabe außer Betrieb; erst nach Spülung, Beprobung und einwandfreien Untersuchungsergebnissen konnte er wieder ans Netz gehen.
Bei den Arbeiten war stets größte Vorsicht im Hinblick auf Verunreinigungen geboten. Die eingesetzten Maschinen waren alle nicht älter als vier Jahre und wurden täglich auf Beschädigungen an flüssigkeitsführenden Teilen kontrolliert. Alle zugeführten Materialien kamen nur mit Beprobung und Herkunftsnachweis auf die Baustelle. Die Betankung der Maschinen fand immer außerhalb des Fassungsbereichs statt, und Notfallausrüstung für Ölunfälle stand stets bereit.

So wurde der Fassungsbereich nachhaltig gesichert, und der Brunnen Schluifeld konnte wieder zuverlässig in die Trinkwasserversorgung eingebunden werden.

  • Abbau des Zaunes entlang der Westgrenze
  • Fällung von 40 Fichten innerhalb des Zaunes und 15 Stk. außerhalb
    • Spezialfällung der Bäume mit wenig Fallraum
    • Aufarbeitung zu Fixlängen
    • Gantern an Waldstraße
  • Organisieren der Holzvermarkung
  • Abtransport der Astware
  • Rodung aller Wurzelstöcke mittels 8 t Bagger
  • Abtransport und Entsorgung der Wurzelstöcke
  • Glattziehen der Fläche
  • Erfassen, Abfahren und Entsorgen von Wurzelresten, Wurzelteppich und größeren Steinen
  • Abziehen und seitlich Lagern des Oberbodens
  • Einbau von ca. 20 cm Lehmschicht flächig und punktuell
  • Verteilen einer ca. 15 cm Humusdeckschicht
  • Anlieferung von Mineralschotter und Rasenerde
  • Herstellen einer Zufahrt vom Waldweg zum Brunnenkopf mit Magerrasenoberfläche
  • Bodenbearbeitung zur Saatbettbereitung
  • Grasansaat auf der gesamten Fläche
  • Dokumentation der Arbeiten
  • Forstgeräte
  • Seilklettertechnik
  • Traktor 140 PS + 80 kN Seilwinde
  • Traktor 140 PS + 14 t Rückewagen
  • Traktor 140 PS + 2,50 m Forstmulcher
  • Traktor 140 PS + Wurzelstockfräse
  • 8 t Bagger*
  • 2,6 t Bagger
  • Hoflader
  • 8 t Radlader*
  • 13 m³ Erdmuldenkipper*
  • Traktor 140 PS + 2,5 m Kreiselegge
  • Traktor + 3 m Grasdirektsaatmaschine
  • Rüttelplatte
  • Anbauwalze
Die mit * markierten Maschinen stammen nicht aus dem eigenen Bestand, sondern wurden angemietet.

Baufeldrodung Altes Klinikums Feldafing

HA Feldafing GmbH | 23.02.23 – 15.03.2026

Im November 2019 wurde das neue Benedictus Krankenhaus am Ortsrand von Feldafing eröffnet. Das Gelände des alten Klinikums im Ortszentrum wurde nach mehreren Jahren Lehrstand überplant und das Gebäude stand im Frühjahr 2023 zum Abriss. Im Vorfeld dazu musste die umfangreiche Baufeldrodung ausgeführt werden.

Im Ausschreibungsverfahren, ausgeführt von Pangratz + Keil Landschaftsarchitekten,  erhielten wir den Zuschlag für die Ausführung. Der Zeitplan war sehr eng getaktet, weswegen eine effiziente und zuverlässige Durchführung gefordert war. Durch einen hohen Grad an Technisierung konnten wir das Volumen zügig bewältigen und die Bauarbeiten für 8 Mehrfamilienhäusern mit 136 Wohnungen konnten fristgerecht starten. Im Nachgang erledigten wir noch weitere Projekte zum Artenschutz und der Baumpflege.

Im November 2019 wurde das neue Benedictus Krankenhaus am Ortsrand von Feldafing eröffnet. Das Gelände des alten Klinikums im Ortszentrum wurde nach mehreren Jahren Lehrstand überplant und das Gebäude stand im Frühjahr 2023 zum Abriss. Im Vorfeld dazu musste die umfangreiche Baufeldrodung ausgeführt werden.

Im Ausschreibungsverfahren, ausgeführt von Pangratz + Keil Landschaftsarchitekten,  erhielten wir den Zuschlag für die Ausführung. Der Zeitplan war sehr eng getaktet, weswegen eine effiziente und zuverlässige Durchführung gefordert war. Durch einen hohen Grad an Technisierung konnten wir das Volumen zügig bewältigen und die Bauarbeiten für 8 Mehrfamilienhäusern mit 136 Wohnungen konnten fristgerecht starten. Wir arbeiteten dabei mit einem starken Team von 6 Mann, LKW mit Fällgreifer, Rückewagen Seilwinde, um das knapp beauftragte Projekt noch vor der Vogelbrutzeit umzusetzen. Trotzdem mussten alle Baumhöhlen auf Fledermäuse und andere Arten kontrolliert werden, dafür wurden zunächst alle Bäume mit Seilklettertechnik bestiegen und die Baumhöhlen mit einem Endoskop untersucht. Um die große Menge an Biomasse bewältigen zu können, lagerten wir sie am Rande der Baustelle zwischen und verarbeiteten sie dann vor Ort zu Hackschnitzeln, was den Volumenbedarf halbiert. 

 Nach der Arbeit in der Breite folgten noch ein paar weitere Projekte, bei denen einzelne Bäume präzise mittels Kran entnommen wurden. Die Baustelle war dabei schon in vollem Gange, was logistisch eine besondere Herausforderung war. Im Nachgang erledigten wir noch weitere Arbeiten zum Artenschutz und der Baumpflege, denn der verbleibende Gehölzgürtel sollte gepflegt und biologisch aufgewertet werden. Wir installierten dafür unteranderem verschiedene Nistkästen.

  • Artenschutzprüfung
  • Baufeldrodung gemäß Rodungsplan
  • Erfassen Aufhäufen der Biomasse
  • Hackguterzeugung vor Ort
  • Abtransport des Hackguts
  • Bereinigung der Arbeitsbereiche
  • Rückschnitt von 83 m Hainbuchenhecke
  • Spezialfällung von 7 serbischen Fichten mittels Seilklettertechnik und Baukran
  • Spezialfällung eines mehrstämmigen Ahorns mittels Seilklettertechnik und Autokran
  • Aufhängung von 6 Nistkästen
  • Eintragung der Lage in Bestandsplan
  • Baumpflegearbeiten an 6 Ahorn
  • Ausfräsen von 6 Wurzelstöcken
  • Herstellung von 4 Brettlbänke
  • Seilklettertechnik
  • Traktor 140 PS + 80 kN Seilwinde
  • Traktor 140 PS + 14 t Rückewagen
  • Traktor 140 PS + Hydraulische Heckenschere
  • Traktor 140 PS + Wurzelstockfräse
  • LKW + Holzhacker*
  • LKW mit Containerzug*
  • LKW mit Fällgreifer*
  • 120 t Autokran*
  • 60 m Baukran*
Die mit * markierten Maschinen stammen nicht aus dem eigenen Bestand, sondern wurden angemietet.